STUFE 5: DIE KÖNIGINNEN reiten!!!

Längste Etappe Roc du Maroc in völlig anderer Landschaft

Die fünfte Etappe des sechstägigen Etappenrennens durch Marokko versprach, hart zu werden. Der Veranstalter bezeichnete sie im Vorfeld als physisch und psychisch herausfordernd: “Man liebt sie oder man hasst sie...”. Die 151 km lange Strecke führt durch eine trostlose und flache Wüstenlandschaft mit einem Untergrund, der von Schotter bis zu losem Sand reicht. Mit dem Start um 7.30 Uhr war ein Großteil der Strecke zurückgelegt, bevor die brütende Hitze überhand nahm. Für die vielen Freizeitfahrer, die das Ziel oft erst in der Abenddämmerung erreichten, war es jedoch vor allem ein Kampf mit sich selbst. “Die Mumie”, ein großer Kater mitten in der Wüste, bekannt aus dem gleichnamigen Film, aber auch aus dem letzten Bond-Film, war der Schauplatz, an dem die Ziellinie lag und die Erlösung wartete.

Im Rennen gab es einen Waffenstillstand zwischen den verschiedenen starken Duos, und schließlich blieben die drei Duos übrig, die an den vorangegangenen Tagen das Sagen gehabt hatten, um das Finale zu fahren. In diesem waren es erneut Jelle Hanseeuw und sein Partner Frederik Decaesteker, die nach einer späten Demarrage in Sichtweite der Ziellinie vier von fünf Punkten erreichten. Michael Ossieur und Stefaan Vaes belegten dieses Mal den zweiten und ersten Platz in ihrer Masterkategorie, während Michiel Van Aelbroeck und Bart Seynaeve gut zwanzig Kilometer vor dem Ziel abreißen lassen mussten und den dritten Platz belegten.

Auch in den Mixed- und Großmeister-Kategorien traten dieselben Sieger an, die ihre Führungsposition beibehielten.

Morgen folgt eine kurze Etappe über 66 km, die vor allem durch die goldenen Sanddünen von Ergchebbi führt und eine harte Wadenbeißerei auf dem Weg zum Ziel in Merzouga darstellt, wo alle auf ein wunderbares Abenteuer zurückblicken können.