Kurze dritte Etappe des Roc du Maroc führt die Fahrer durch eine Schlucht
Die dritte Etappe über 76 km war eine Übergangsetappe in den Roc du Maroc. Nach zwei Tagen, an denen die meisten Fahrer 6-7 Stunden auf der Straße verbracht hatten, war dies kein Luxus und nach Meinung vieler Augenzeugen im Ziel die bisher schönste Etappe. In der Tat wurden die Teilnehmer auf den ersten 10 Kilometern durch eine enge Schlucht geschickt, die zwischen 10 und 50 Meter breit war, mit steilen Hängen auf beiden Seiten und zu einem großen Teil auch durch das Wasser des Baches in der Schlucht.
Auf den letzten 25 Kilometern ging es dann auf schmalen Pisten durch die vielen kleinen Dörfer im Tal der Rosen in Richtung des Zielortes El Kelaa M'Gouna, wo die Fahrer ihre Navigationskünste unter Beweis stellen mussten, um auf dem richtigen Weg zu bleiben.
Im Rennen selbst bestätigten Jelle Hanseeuw und Frederik Decaesteker ihre Vormachtstellung. In der ersten Verpflegung konnten Michiel Van Aelbroeck und Bart Seynaeve noch mithalten, aber an einer Steigung nach Kilometer 35 wurde die Lücke geschlossen. Jelle stürzte einmal, als er auf sein GPS schaute, und Frederik überschlug sich einmal, aber alles ohne größeren Schaden. Im Ziel betrug der Vorsprung 5m26.
Joris Franckaert vom Team Jobe 86 war in den letzten Tagen bei seinem Teamkollegen Benny De Dauw geblieben, der unter Rückenschmerzen litt, aber beide beschlossen, sich ab heute zu trennen, damit Joris endlich seine guten Beine zeigen konnte. Er fuhr mit den Führenden als Solist ins Ziel.
Die Führenden in der Masters-Wertung mussten diesmal nach einem schwächeren Tag von Stefan Vaes Schadensbegrenzung betreiben und kamen mit einem Rückstand von 19:59 Minuten ins Ziel. In der Kategorie 50+ dominierten einmal mehr Pascal De Kort und Johnny Goetschalckx, die als viertes Duo mit 34.22 Minuten ins Ziel kamen.
Auch Luc Bellings und Alice Pirard haben ihre Gefährten gefunden. Seit zwei Tagen reiten sie in der Nähe von Wim Tollenaere und Franky Taelman, und heute sind die beiden Duos gemeinsam reingegangen.
Morgen folgt eine weitere längere Etappe durch das Sahro-Gebirge, das von früheren Teilnehmern als die schönste Strecke bezeichnet wurde.